Vertreter des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) und einer Bundestagsfraktion (SPD) trafen sich dieser Tage zu einem Meinungsaustausch über den Stellenwert und die Bedeutung von Jugendreisen für den allgemeinen Tourismus in Deutschland. An den Gesprächen nahmen vom DJH Bernd Dohn, der Geschäftsführer des Verbandes, sowie MdB Gabriele Hiller-Ohm (SPD) und Hans-Joachim Hacker, der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, teil. In einer gemeinsamen Erklärung lassen sowohl DJH als auch SPD keinen Zweifel daran, dass die Jugendreisen für den Tourismus in Deutschland längst zu einem unverzichtbar gewordenen Standbein geworden seien.
Belegt werden kann diese These auch mit aktuellen Zahlen zum Thema
Jugendreisen in Deutschland. Demnach machte der jugendliche Tourismus zuletzt ein Drittel des gesamten Jahresaufkommens in der Branche aus, weshalb sich die Politik auch in Zukunft für sehr gute Rahmenbedingungen bei den Jugendreisen einsetzen will, was insbesondere für die Ausstattung der Jugendherbergen in Deutschland gelte. Barrierefreiheit sowie Konzepte für Bildung, Erlebnispädagogik und Entwicklung gelte es besonders zu fördern, so DJH und SPD in der gemeinsamen Erklärung.
Alleine in Deutschland gibt es aktuell rund 550 zertifizierte Jugendherbergen mit 75.000 Betten. Mit über 10 Millionen Übernachtungen übertrafen die Jugendherbergen in Deutschland im Jahr 2009 sogar das Vorjahresergebnis – trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise. Günstige und zugleich anspruchsvolle Unterkünfte sind derzeit nicht nur in Deutschland gefragt.