Nach Loveparade in Duisburg – Länder mit mehr Verantwortung bei Events?

Die Loveparade in Duisburg, bei der in Folge einer Massenpanik 21 Tote und über 500 Verletzte zu beklagen waren, wirft nach wie vor viele Fragen auf. Nicht nur die Suche nach den Verantwortlichen läuft auf Hochtouren, sondern auch die Frage, wie solche Zwischenfälle bei großen Events künftig vermieden werden können. Am heutigen Mittwoch befasst sich der Landtag Nordrhein-Westfalen (NRW) mit der Aufarbeitung der Vorfälle rund um die Loveparade in Duisburg und will danach erste Antworten liefern. Die Abgeordneten des Innenausschusses wurden eigens für die Sitzung aus dem Urlaub zurück in den Landtag nach Düsseldorf beordert, wo NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) berichten wird.

Auch für Jugendreisen in Deutschland könnte sich nach der tödlichen Loveparade in Duisburg künftig einiges ändern. Die Loveparade oder ähnliche Events und Festivals in Deutschland und Europa, z.B. Rock am Ring, Wacken oder große Sportveranstaltungen, werden gerne mit einer Jugendreise verknüpft. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) forderte nun, dass die Länder Großveranstaltungen wie die Loveparade in Zukunft verbieten oder sich die Hoheit über die Organisation übertragen dürfen, wenn sie eine Kommune oder Stadt mit der Ausrichtung des betreffenden Events überfordert sehen.
Bereits im Vorfeld der Loveparade in Duisburg wurden von mehreren Seiten massive Sicherheitsbedenken geäußert. Anders als in Bochum, wo die Loveparade im Vorjahr aus eben diesem Grund kurzfristig abgesagt wurde, ignorierte Duisburg diese Mahnungen – mit dem bekannten Ergebnis.

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