Der Bus gehört zusammen mit Bahn und Flugzeug nach wie vor zu den gängigen Verkehrsmitteln bei Jugendreisen in Deutschland und Europa. Noch populärer ist der Bus allerdings in den USA, wo selbst größte Distanzen nicht selten in komfortablen und klimatisierten Reisebussen zurückgelegt werden. Bekannte Unternehmen aus dieser Branche sind in den USA z.B. Greyhound Lines oder American Bus Association, die sich auf Überland-Routen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten spezialisiert haben.
Wie Fachmagazin “Travel Weekly“ berichtet, gibt es in den USA jetzt ernsthafte Pläne, die Gurtpflicht auch in Reisebussen einzuführen, um dadurch die Sicherheit zu erhöhen. Zur Argumentation führt Verkehrsminister Ray LaHood eine Statistik an, wonach alleine in den USA in den Jahren 1999 – 2008 bei 54 Busunfällen insgesamt 186 Menschen getötet worden seien. Mit der Gurtpflicht in Reisebussen ließe sich die Zahl der Todesopfer und Verletzten bei Unfällen auf den Straßen der USA deutlich reduzieren, so die Hoffnung des Politikers. Die Busunternehmen in den USA stehen diesem Vorschlag grundsätzlich zustimmend gegenüber, lehnen allerdings die von LaHood geforderte Haftung bei Personenschäden ab, da nicht jeder Passagier zu jeder Zeit kontrolliert werden könne, wie ein Sprecher erklärte.
Junge Touristen aus Deutschland, die in den USA eine Städtereise oder einen
Sprachurlaub für Jugendliche verbringen, entscheiden sich nicht selten für den Bus, um in den USA von A nach B zu kommen. In Deutschland und Europa ist die Gurtpflicht in Reisebussen bisher nicht üblich, auch wenn gerade im Zusammenhang mit Jugendreisen entsprechende Vorschläge schon aus verschiedenen Richtungen zu vernehmen waren.