Sommerzeit ist automatisch auch die Zeit der Jugendreisen und Klassenfahrten zu den klassischen Zielen rund um das Mittelmeer in Spanien, Frankreich und Italien. Partyhochburgen wie Mallorca, Lloret de Mar oder Rimini platzen in den Monaten Juli, August und September aus allen Nähten, wobei Jugendreisen und Klassenfahrten einen nicht geringen Anteil der Urlauber ausmachen. Die Übergänge zwischen Partyurlaub und Badeurlaub sind am Mittelmeer in Spanien, Frankreich und Italien mitunter sehr fließend, was für die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen jedoch auch mit einigen alkoholbedingten Gefahren verbunden ist.
Die Organisation für Badesicherheit in Europa nimmt in einem aktuellen Newsletter direkten Bezug auf Jugendreisen, Abi- und sonstige Klassenfahrten, die in diesen Wochen ans Mittelmeer oder den Atlantik führen. Den Schätzungen der Organisation zufolge ist in Europa mindestens jeder vierte Badeunfall unmittelbar auf die Einwirkung von Alkohol zurückzuführen. Für Deutschland, also Nordsee, Ostsee und Bodensee, weist die Statistik ähnlich schlechte Werte aus. Noch alarmierende stellt sich die Situation lediglich in Australien dar, wo der Alkohol sogar für rund die Hälfte aller Badeunfälle verantwortlich sein soll.
Die ebenfalls in der Badesicherheit engagierte Organisation Blausand spricht alleine in Spanien von rund 3.000 tödlichen Badeunfällen, während die offiziellen Statistiken in Spanien von “nur“ 2.000 Ertrinkenden ausgehen. Gegen Party und einige ausgelassene Stunden in Lloret de Mar, Rimini oder auf Mallorca ist im Rahmen einer Jugendreise – ein gewisses Mindestalter der Teilnehmer vorausgesetzt – sicherlich nichts einzuwenden. Allerdings sollten alle Urlauber so vernünftig sein, nur vollkommen nüchtern im Mittelmeer oder Atlantik zu baden.